Mitglieder der Haßlocher FrauenUnion besuchten mit ihrer Vorsitzenden Gudrun Götz die Synagoge in Speyer. Beeindruckt zeigten sich die CDU-Frauen von der imposanten Architektur. Bei einer Führung erfuhren die Besucherinnen, dass Speyer, Worms und Mainz Schumstädte sind. Das Wort SchUM ist ein Akronym aus den hebräischen Anfangsbuchstaben der mittelalterlichen, auf die lateinische Sprache zurückgehenden Namen der drei Städte Schin für Schpira (Speyer), Waw für Warmaisa (Worms) und Mem für Magenza (Mainz). Die jüdische Gemeinde von Speyer war im Mittelalter und in der früheren Neuzeit eine bedeutende jüdische Gemeinde des Reiches. Die Synagoge Beth-Schalom wurde am 9. November 2011 eingeweiht und ist die vierte Synagoge einer jüdischen Gemeinde in Speyer. Wissenswertes erfuhren die CDU-Frauen über die Geschichte, zu der auch die menschenverachtenden Pogrome und Vertreibungen gehören, unter der die jüdische Bevölkerung schon ab 1195 zu leiden hatte. Die ersten Pogrome sind jedoch schon 1096 erwähnt. Für die umfassende Führung mit den Erklärungen bedankte sich Götz. Anschließend besuchten die Haßlocherinnen das Grab des ehemaligen bedeutenden Kanzlers Helmut Kohl. "Wir haben heute einen interessanten Nachmittag erleben dürfen, der uns noch lange bewegen wird," meinte Götz abschließend.