Welche Möglichkeiten gibt es für den Einsatz Künstlicher Intelligenz und unterstützender KI-Tools in der schulischen Bildung? Dieser Frage ging die von der Frauen Union der CDU Haßloch organisierte gut besuchte Informationsveranstaltung „KI in der Pädagogik und im schulischen Alltag am Beispiel des Roboters Ritchie“ am 14.9.2026 im Kulturviereck in Haßloch nach.

Als besonderer Gast konnte die neue Bildungsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, Dr. Ute Eiling-Hütig (CDU) begrüßt werden. Auch die Rektoren beider Haßlocher Grundschulen und viele Lehrer und Erzieher konnten unter den rund 70 Veranstaltungsteilnehmern begrüßt werden, was die Aktualität des Themas KI im Bildungsbereich verdeutlicht.

Die Bildungswissenschaftlerin Patricia Schäfer erläuterte zunächst einige wichtige Begrifflichkeiten zum Thema Künstliche Intelligenz. Anschließend stellte sie verschiedene KI-Modelle und Anwendungen vor, die schon seit längerem in der Pädagogik bzw. in der Schule genutzt werden. Als Bildungswissenschaftlerin hat sie sich jahrelang damit beschäftigt, mit welchen Methoden der schulische Alltag erleichtert werden kann und wie die Lehrer-/innen am besten unterstützt werden könnten.

Seit sie Ritchie kennengelernt habe und die damit verbundene KI Software sei sie überzeugt, dass der Roboter, der 100 Sprachen spricht und auch nach dem mehrfachen Erklären eines Lerninhaltes nicht ungeduldig wird, eine wirkliche Unterstützung einer Lehrkraft sein könne.

Es ist vollkommen offen, welche Lerninhalte auf der hinterlegten Software gespeichert werden, je nach schulischem Einsatzort und -zweck kann Ritchie gefüttert werden.

Im Anschluss an die Vorführung von Ritchie, mit der die Einsatzmöglichkeiten eines KI-basierten Unterstützungs-Tools eindrücklich veranschaulicht werden konnte, fand eine Diskussions- und Fragerunde mit Ministerin Eiling-Hütig, der Haßlocher Landtagsabgeordneten Katharina Schuler (CDU), die als Gymnasiallehrerin die Nutzung von KI in der Schule selbst begleitet hat und der Referentin Patricia Schäfer statt. Moderiert wurde die Diskussion Haßlocher Bürgermeister Tobias Meyer selbst gelernter Gymnasiallehrer und Vorsitzender des Arbeitskreises christlich demokratischer Lehrer.

Den größten Benefit – so hat sich bei der Diskussion herausgestellt- ist die Mehrsprachigkeit des Roboters. Er ist nicht nur eine Hilfe für Schüler, die nicht genügend Deutsch sprechen, er wäre auch bei Elterngesprächen als Übersetzer hilfreich. Auch für leistungsschwache, aber gut deutsch sprechende Kinder kann Ritchie nützlich sein.

Bei der anschliessenden Fragerunde an die Ministerin wurde deutlich, daß sie – anders als die 35 Jahre verantwortlichen SPD Bildungsminister – die „Leistungszügel“ wieder mehr anziehen werde, daß bei Ihr der Leistungsgedanke wieder wichtiger ist. Die im Wahlkampf versprochene Sprachprüfung von 4 Jährigen, einem Pflicht- Kitajahr und Einschulung nur bei bestandenem sprachlichem Eignungstest steht weiterhin auf der Agenda. Sie möchte die Massnahmen nach und nach umsetzen.

Ein besonderes Anliegen ist Ihr das Verbot des Handys während der gesamten Zeit in der Schule. Sie hält die persönliche Kommunikation der Schüler untereinander für wichtig und wertvoll, Mobbing etc. via WhatsApp Meldungen würde dadurch eher erschwert.

Zudem – so meint Dr. Eiling-Hütig – sind Erfolge in der Pädagogik nicht kurzfristig erreichbar. Man braucht meist einen langen Atem!

Es war insgesamt eine gelungene Veranstaltung und viele – insbesondere die Lehrer/innen- nutzten danach noch die Möglichkeit, die neue Ministerin im direkten Gespräch kennenzulernen und sich mit der Ministerin oder der Referentin auszutauschen.